Geschrieben am
Montag, den 09 August 2010

Geschrieben am
Freitag, den 02 Oktober 2009
Regelmäßig trifft sich das gesamte Team unter Leitung von Karl-Heinz Homburg (vierter von rechts, hintere Reihe), um über die eigene Arbeit kritisch zu reflektieren. Beratend zur Seite steht dabei Supervisor Bernhard Hülsken (ganz rechts) .
Foto:(Karin C. Punghorst)
Westerkappeln - Erst im Austausch mit sich und anderen wird der Mensch zu dem, was er ist. Das Gespräch, die vielfältigen Formen der Kommunikation, kurzum der Dialog, sind ausschlaggebend für die Entwicklung der Persönlichkeit. Insofern scheint der Name „Dialog - Praxis für Ergotherapie, Motopädie, Logopädie und interdisziplinäre Frühförderung Westerkappeln“ nicht zufällig gewählt.
Karl-Heinz Homburg und sein Team haben sich seit zehn Jahren die ganzheitliche Förderung ihrer Klienten auf die Fahnen geschrieben.
Anlässlich des zehnjährigen Bestehens lädt die Praxis am Sonntag, 4. Oktober, von 11 bis 18 Uhr zu einem „Tag der offenen Tür“ ein. Interessierte können die Räumlichkeiten an der Alten Poststraße 2 in Augenschein nehmen und sich über das Angebot informieren. Kinder werden im Turnraum mit Bewegungsspielen betreut. Parallel ist die Praxis mit einem Info-Stand auf dem Kürbis- und Bauernmarkt vertreten.
Im Mai 1999 gründet Karl-Heinz Homburg die Praxis Logopädie und das Förderzentrum Motopädie. 2003 kommt die Praxis für Ergotherapie hinzu. 2005 wird der gemeinnützige Verein „Dialog Förderzentrum Motopädie“ ins Leben gerufen, dem die Bereiche Ergotherapie, Motopädie und Frühförderung zugeordnet sind. Der Verein ist Mitglied im „Paritätischen Wohlfahrtsverband“. Es gibt das Lernzentrum Legasthenie und Dyskalkulie, eine Mutter-Kind sowie eine Parkinsongruppe. 2006 erfolgt dann die Gründung der Logopädie GbR durch Karl-Heinz Homburg und Alexandra von der Heide. |www.dialog-vernetzt.de.
Pünktlich zum Geburtstag haben die Mitarbeiter ein neues Leitbild ihrer praxisbezogenen Arbeit entwickelt. Darin werden die Grundsätze und der Werdegang der Einrichtung beschrieben.
Die Praxis Dialog vereint die Fachbereiche Motopädie, Logopädie, Ergotherapie und interdisziplinäre Frühförderung unter einem Dach.
„Unserer Arbeit liegt ein humanistisches Menschenbild zugrunde“, erklärt Karl-Heinz Homburg. Seine Dreifachqualifikation als jeweils staatlich anerkannter Motopäde, Logopäde und Erzieher ist ein tragendes Element der integrativ ausgerichteten Therapien.
Innerhalb eines Jahrzehnts ist die Praxis zu einem ansehnlichen mittelständischen Unternehmen gewachsen. ittlerweile gehören 15 Mitarbeiter zum Team. Alle sind fachlich ausgebildet und weisen zum Teil mehrere Qualifikationen vor. Neben den Bereichen Ergotherapie, Logopädie und Motopädie gehören eine Förderschullehrerin, eine Psychologin sowie eine Sozial- und Heilpädagogin zum Team. Eine Physiotherapeutin steht ebenfalls zur Verfügung.
„Der Förderbedarf ist gewachsen“, weiß Homburg zu berichten. Seine Klienten stammen aus allen Altersgruppen. Rund 151 Menschen kommen pro Woche in die Praxis, die logopädische Unterstützung benötigen, etwa bei Sprech- und Stimmstörungen.
Frequentiert wird auch die Ergotherapie. „Da gibt es Kinder, die hören eine Fliegen pupsen und lassen sich davon ablenken“, berichtet Homburg und weiß, dass den Mädchen und Jungen geholfen werden kann.
Verhaltensauffälligkeiten und Wahrnehmungsstörungen bei Kindern gehören ebenso zu den Indikationen wie Sprachprobleme von Schlaganfallpatienten.
In der interdisziplinären Frühförderung setzt die Begleitung bereits im Säuglingsalter an. Ziel ist es unter anderem, das Kind individuell in seinem Lebensumfeld zu stärken.
Zentraler Ansatz der Motopädie ist die Wechselwirkung zwischen Bewegung und der Psyche des Menschen - gesprochen wird von Psychomotorik. Hier werden zurzeit 53 Kinder in elf Gruppen sowie eine Erwachsenengruppe mit Parkinsonerkrankung betreut.
Auch Kinder mit Lese-/Rechtschreib- sowie Rechenschwäche werden in der Praxis Dialog gefördert. Stetig wachsend ist nach Angaben Homburgs die Elternberatung. Die Praxis Dialog kooperiert dabei mit etlichen hiesigen Familienzentren sowie Kindertagesstätten für Kinder mit Integrationsbedarf.
Ein regelmäßige und gut angenommene Einrichtung ist der so genannte „Dialog am Montag“. In den Informationsveranstaltungen werden bestimmte Themen, etwa zur Kindererziehung, aufgearbeitet. In Planung sind Kurse zum Thema Erziehung, die für Kinder und Eltern gemeinsam angeboten werden.
In den zehn Jahren ihres Bestehens hat sich die Praxis Dialog einen Namen gemacht. Die Basis für erfolgreiche Therapiearbeit liegt dabei immer auch auf der eigenen kritischen Selbstreflexion der Mitarbeiter. Daher finden regelmäßig Supervisionen mit dem gesamten Team statt.
Von:
KARIN PUNGHORST
,
Westfälische Nachrichten
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